Tag 2: Ethik und Nachhaltigkeit

Ort:

FFHS Campus, Brig und Übertragung

Welche Natur brauchen wir für ein gutes Leben? (de)

Referent/innen:

Dr. Klaus Feldmann, Bergische Universität Wuppertal, Deutschland

Diskussion

Ort:

FFHS Campus, Brig und Übertragung

   10:30 - Kaffeepause

Instrumentelle, intrinsische & relationale Werte – die vielseitige, ethische Bedeutung der Natur, Diskussion (de)

Beschreibung

Die Umweltethik des 20. und 21. Jahrhunderts ist stark geprägt von der Frage nach moralischen Werten in der Natur. Sollte man die Natur schützen wegen ihres instrumentellen Wertes für Menschen in gegenwärtigen und zukünftigen Generationen, oder haben gewisse natürlichen Wesen intrinsischen Wert und man sollte sie um ihrer selbst willen schützen?  
Doch eine Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit geht über ein Schwarz-Weiss-Denken hinaus und erfordert das Einbeziehung von weiteren Wertekategorien. Frau Deplazes wird in ihrem Vortrag auf genau diese eingehen und insb. die relationalen Umweltwerte beschreiben. Diese tragen wie die instrumentellen Werte zum Wohlergehen der Person bei, und gehen wie die intrinsischen Werte mit Respekt und Achtung vor der Natur einher, aber sie sind in ihrer Ausrichtung individuell und kontextsensitiv und zeigen damit auf, dass ein ethischer Umgang mit der Natur auch von moralischen Einstellungen und dem Verständnis der Mensch-Naturbeziehung abhängt. 

Wir diskutieren mit Frau Deplazes, ob und wie solche relationalen Umweltwerte es trotzdem erlauben können, allgemeingültige Handlungsnormen für einen verantworteten Umgang mit der Natur abzuleiten.

Biografie

Anna Deplazes-Zemp hat nach einem ersten Studium und Promotion in Molekularbiologie und Biochemie an Universität und ETH Zürich ein Zweitstudium in Philosophie an der Universität Zürich abgeschlossen. Sie arbeitet als Oberassistentin und Projektleiterin an der Universität Zürich und forscht in den Bereichen Umweltethik, Ethik der Biotechnologie und Forschungsethik. 

Place

Ort:

FFHS Campus, Brig und Übertragung

   12:00 - Mittagspause


   13:30 - Parallelveranstaltungen

Japanese and European Views of Nature (en/de)

Japanisch-europäische Reflexionen über die Überwindung einer konstruierten Entfremdung.
Der deutsch-englische Workshop soll sehr unterschiedliche Naturauffassungen vorstellen und diese im Hinblick auf Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit diskutieren. Dabei wird erst die durch die europäische Philosophie stufenweise einsetzende Teilung von Mensch und Natur kurz durchstreift, um die Objektivierung des Naturverständnisses aufzuzeigen, welche zu einer Entfremdung von Mensch und Natur und zum Wille zur Beherrschung der letzten führte. Die Ausbeutung und Verschmutzung der Natur und der Umwelt resultiert aus dieser disharmonischen Machtbeziehung. Doch wie ist eine mögliche Lösung anzudenken bzw. wie kann diese zur Verbesserung des Zustandes und zur Harmonisierung führen? Und wie können verschiedene Kulturen dabei voneinander lernen?
Eine neue Ansatzweise kann über das shintoistisch-buddhistische Verständnis von Natur und Mensch als klimatisches Wesen gefunden werden. Die Überlegungen des japanischen Philosoph Tetsuro Watsuji werden am Beispiel der Karesansui, der japanischen Trockengärten als praktische Umsetzung vorgeführt. Nach einer kurzen Anleitung werden Ideen für moderne Japanische Gärten skizziert und die Entwürfe philosophisch diskutiert.

Biografie

Dr. Bianca Boteva-Richter, Universität Wien

Dr. Bianca Boteva-Richter, ist ext. Lehrbeauftragte am Institut für Philosophie der Universität Wien, Österreich. Sie ist Mitglied der Zeitschrift "Polylog - Journal for Intercultural Philosophizing", Wien, Mitglied des Redaktionsbeirats der Zeitschrift "Filosofskij Polylog - Journal of the Intern. Center of the State University of St. Petersburg", St. Petersburg, Vorstandsmitglied der WiGiP (Wiener Gesellschaft für Interkulturelle Philosophie) und Mitglied der EIFI (Escuela International de Filosofía Intercultural), Barcelona. Zu ihren aktuellen Veröffentlichungen gehören mehrere Artikel über Migration, interkulturelle und moderne japanische Philosophie

Ort:

FFHS Campus, Brig

Philosophizing with children about Nature (en)

Description

In our P4C (Philosophy for Children) session we adhere to Matthew Limpan-Ann Sharp tradition.  Dialogue in P4C starts with a shared stimulus (the story of The Little Wheat Grain). Participants identify points of interest and significance; they spend time formulating questions. One question is chosen to start the dialogue, which then proceeds according to guidelines negotiated and regularly re-evaluated by all members of the group. The dialogue continues in the spirit of a community of enquiry. At the end, there is time for individual reflections on the content and process of the dialogue, and for some other activities (e.g. games, drawings, etc.) that foster critical and creative thinking.

Biography

Prof. Dr. Aneta Karageorgieva

Aneta Karageorgieva graduated Sofia University in philosophy in 1979. She got her PhD from the same university. Since 1987 she teaches there, successively as assistant professor, associate professor and full professor. Her interests are in the areas of epistemology, philosophy of mind and language, philosophy for children, and Socratic dialogue.

Dr. phil. Nikoleta Nikolova

Nikolova, Nikoleta, Dr. phil., is an assistant professor of Philosophy of education, Department of Philosophy at Sofia University "St. Kliment Ohridski". She trains future teachers to teach philosophy in Bulgarian high schools. She has also been a teacher of Philosophy for five years. Previously she worked as a pedagogue in a kindergarten (age 2-7) in Sofia from 2015 to 2017. Her publications are in the field of P4C and philosophy of education. 

Place:

FFHS Campus, Brig

Workshop: Dualistische und holistische Naturvorstellungen in Asien & Europa (de/en)

Beschreibung

Der deutsch-englische Workshop „Japanese and European Views of Nature“ soll sehr unterschiedliche Naturauffassungen vorstellen und diese im Hinblick auf Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit diskutieren. Wie können verschiedene Kulturen dabei voneinander lernen? Neben phänomenologischen Einstiegen soll die Methode der Fishbowl-Diskussion verwendet werden, um so Anregungen für Lehrende der Philosophie zu geben.

Biografie

Dr. Gabriele Osthoff-Münnix studierte Mathematik, Physik und Philosophie an der Universität Köln und promovierte an der Humboldt-Universität Berlin. Zuletzt lehrte sie Philosophie an den Universitäten Münster (Ausbildung von LehrerInnen der Fächer Philosophie und praktische Philosophie) und an der Universität Innsbruck (Vorlesungen und Seminare zu Themen der interkulturellen Philosophie). Danach Fortführung der freien Autoren- und Vortragstätigkeit, sowie Engagement im Vorstand der Gesellschaft für interkulturelle Philosophie und als Präsidentin der Association Internationale des Professeurs de Philosophie. 

Ort:

FFHS Campus, Brig

Natur und Umwelt - Naturethische Positionen im Oberstufenunterricht (de)

Beschreibung

Ziel des didaktischen Ateliers ist es, Unterrichtsmodelle zur Naturethik für die Sekundarstufen I und II  zu entwickeln. Dazu werden u.a. Materialien aus erprobten Unterrichtssequenzen für die 10. und die 12. Klasse vorgestellt: 
Ausgangspunkt Unterrichtsreihe in der Klasse 10 zum Klimawandel ist die Frage, wie man Skeptiker überzeugen kann. Es werden die wesentlichen wissenschaftlichen Fakten zum Klimawandel dargestellt und Wege zur Begrenzung der Krise aufgezeigt. Schließlich gilt es, Möglichkeiten eines verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgangs mit der Natur aus Sicht der Schülerinnen und Schüler zu reflektieren.  
In einer weiteren Unterrichtsreihe für die 12. Klasse geht es um Positionen der Naturethik. Es werden Materialien zur Verantwortungsethik von Hans Jonas, zum Anthropozentrismus, Pathozentrismus, Biozentrismus und Holismus vorgestellt.   
Anhand von Ausschnitten aus dem Film „Ökozid“ (D 2020) wird der Frage nachgegangen, ob völkerrechtliche Pflicht zum Klimaschutz gibt.

Biografie

Dr. Bernd Rolf, Kevelaer

Dr. Bernd Rolf, StD i. R., studierte Philosophie und Germanistik an der Universität Köln. Er unterrichtete Philosophie, Praktische Philosophie, Deutsch und Literatur am Gymnasium und war zuletzt Fachleiter für Philosophie am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Krefeld und Fachberater für Philosophie bei der Bezirksregierung Düsseldorf. 2003 – 2012 war er Vorsitzender des Fachverbandes Philosophie in Deutschland. Er ist Schulbuchautor und Mitherausgeber des Forum Philosophie International der AIPPh. 

Ort:

FFHS Campus, Brig

Naturereignisse Wallis: Überschwemmung und Bergsturz mit Exkursion (de)

Beschreibung

Ein Referat mit Kurzfilm zeigt und erläutert das Gefahrenpotential eines unerwarteten Überlaufs des Gebirgsbaches «Saltina», die Ursachen der verheerenden Naturkatastrophe 1993 mit einem Sachschaden von weit über einer halben Milliarde Schweizer Franken und gibt Einblick in die über ein Jahr laufende Schadensbehebung und die erfolgte Katastrophen Vorsorge. Mit dem anschliessenden teils motorisierten Rundgang zum Eingang der Saltinaschlucht und durch das Briger Stadtzentrum wird die Sicht auf die sich steigernden Gefahren von alpinen Hochwassern und die Vorsorge und Vorbereitung zur Gefahrenverminderung thematisiert. Dabei ist die aktuelle Klimaveränderung nicht der einzige aber ein wesentlicher Faktor.

Biografie

Rolf Escher, ehem. Stadtpräsident Brig-Glis

Rolf Escher ist Jurist und war Stadtpräsident von Brig-Glis. Als solcher war er anlässlich der Naturkatastrophe 1993 auch Chef des Krisenstabes und damit Erstverantwortliches für die Schadensbehebung und den Wiederaufbau. Später war Escher als Ständerat auch Präsident der Kommission Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK/SR).

Ort:

Stadtrundgang in Brig-Glis

   16:30 - Kaffeepause

Die Stadtgemeinde Brig-Glis heisst Sie herzlich willkommen.

 

Ort:

Arkaden im Stockalperschloss, Brig-Glis

Ende ca. 19:00 Uhr