15.04.2021 08:00 - 10:00 / Online

34. FFHS-Business Breakfast: Intrapreneurship im Unternehmen verankern – Wie Innovationen von innen heraus entstehen können

Durch die voranschreitende Digitalisierung entstehen neue, oftmals auch disruptive Geschäftsideen innerhalb kürzester Zeit und viele Unternehmen reagieren in erster Linie mit dem externen Zukauf von Innovationen – Stichwort: Übernahme von Start-ups. Eine scheinbar verborgene Quelle für Innovationen bleibt jedoch oftmals ungenutzt und wäre für viele Unternehmen dennoch greifbar: Der eigene, unternehmerisch denkende Mitarbeiter.

Das Thema

Intrapreneurship ist zurzeit eines der meistgenutzten Buzzwords im Zuge der Digitalisierung.

Ins Deutsche übersetzt bedeutet Intrapreneurship «unternehmensinternes Unternehmertum» und beschreibt das unternehmerische Handeln von Mitarbeitern im geschützten Rahmen einer Organisation. Intrapreneurship dient dazu, die Entwicklung des Unternehmens durch Innovationen der Mitarbeitenden zu fördern und bietet dadurch die Voraussetzungen für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Dieses Konzept lässt sich in der Realität jedoch nicht so leicht anwenden und vor allem in großen, konventionellen, von Hierarchiestufen und Prozessen bestimmten Firmen haben Mitarbeitende oftmals kaum die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und zu verwirklichen.

Ein praxistaugliches Werkzeug wie Unternehmen in der Schweiz Ihre intrinsisch motivierten Mitarbeiter zu «Intrapreneuren» entwickeln können, ist die in der Swisscom entwickelte Kickbox Methode. Hierbei handelt es sich um eine Intrapreneurship-Plattform für Unternehmen. Konkret heisst das: Jeder Mitarbeitende, der eine zündende Idee hat, kann sich intern für eine Kickbox bewerben. In der physischen Box befinden sich ein Startguthaben, ein Zeitbudget, Kontakte zu internen und externen Innovationsexperten sowie ein Handbuch, das den Prozess der Ideenvalidierung erläutert und wertvolle Tipps liefert.

In einem mehrstufigen Prozess wird dabei die Idee vorangetrieben, vor Jurys gepitcht und im besten Fall für die nächsten Stufen zugelassen. Innerhalb von Swisscom wurden dadurch bereits eine Vielzahl von Ideen umgesetzt. Gar ein Start-up ist etwa aus «Thingdust» geworden, mit dem die Nutzung von Büroflächen gemessen und optimiert wird. Ebenso hat sich Help2type, eine kompakte und haptisch-taktile Tastatur aus der Kickbox Methode heraus entwickelt, welche sehbehinderten Menschen den Umgang mit digitalen Tools erleichtert. Getkickbox ist mittlerweile firmenübergreifend. Schon eine Vielzahl von Organisationen nutzen die Kickbox-Methode und tragen dazu bei ein internationales Innovations-Ökosystem zu bauen.

Erfahren Sie an unserem FFHS Business Breakfast wie auch Sie das Potenzial innerhalb Ihres Unternehmens erkennen oder sich als Mitarbeiter selber zum Intrapreneuer entwickeln können. Unsere Gäste zeigen Ihnen die nötigen Rahmenbedingungen auf und stellen Werkzeuge vor, wie dieser Prozess auch in Ihrem Unternehmen angestossen werden kann. Wir freuen uns auf unsere Praxispartner, welche ihre Erfahrungen und Erkenntnisse schildern und uns wertvolle Tipps auf den Weg geben werden.

Ebenso sind wir auf Ihre Fragestellungen, Ihre kritischen Betrachtungen und den offenen Diskurs mit Ihnen gespannt und freuen uns, wenn Sie am 15.04.2021 an unserem virtuellen Frühstück teilnehmen werden.

David Hengartner hat die Kickbox Intrapreneurship Methode vor 5 Jahren in die Swisscom gebracht mit der Vision, eine Bottom-Up Innovationskultur in der Unternehmung zu schaffen. Vor Swisscom hat David im Consulting und Banking gearbeitet, zwei Unternehmen gegründet und bei verschiedenen Startups in Zürich und Berlin gearbeitet. Neben seiner beruflichen Tätigkeit doziert David Hengartner an der ETH Zürich, Universität St.Gallen und dem Imperial College in London.

Stefan Landolt ist Co-Founder der thingdust AG, einem Schweizer Start-up welches sich aus der «Kickbox Methode» heraus entwickelt hat. Das Unternehmen optimiert kommerzielle Büro- und Gebäudeflächen durch IoT.

Marcel Rösch leitet seit 2014 das interne Filmteam der Swisscom. Dort ist er Storyteller und bildet Lernende aus. Er ist Geschäftsführer von help2type.ch. help2type ist die haptische Tastatur für das Smartphone, damit sich Blinde und Sehbehinderte in der digitalen Welt mitteilen können. Die Firma hat sich mit Hilfe der Kickbox Methode aus der Swisscom heraus gebildet.

Dr. Harald Brodbeck, Dozent für Smart Factory im Studiengang MAS Industrie 4.0 an der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) sowie Geschäftsführer und Partner der Boutique-Beratung Neosight AG

Sabrina Perl, Dozentin für Innovationsmanagement im Studiengang MAS Industrie 4.0 an der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) sowie Geschäftsführerin und Partnerin der Boutique-Beratung Neosight AG

David Gemmet ist Studiengangsleiter im MAS Smart Engineering and Processmanagement (Industrie 4.0) an der FFHS. Seit über 10 Jahren ist er zudem als Unternehmensberater und Senior Projektleiter im Bereich der Digitalen Transformation tätig.

  • 08:00 Begrüssung
  • 08:05 Dr. Harald Brodbeck, Sabrina Perl –  Wie erhöhen wir die Beteiligung unserer Mitarbeitenden am Innovationsgeschehen?
  • 08:25 David Hengartner – Begeisterung wecken für Innovationen durch GETKICKBOX
  • 08:45 Stefan Landolt – Wie ein Schweizer Start-up im Bereich IoT durch gelebtes Intrapreneurship entsteht
  • 08:55 Marcel Rösch –  Damit sich alle uneingeschränkt in der digitalen Welt mitteilen können
  • 09:05 Moderierte Breakout Sessions
  • 09:45 David Gemmet – Zusammenfassung der Gruppendiskussionen
  • 10:00 Ende des Business Breakfast

 

Das Business Breakfast ist die Austauschplattform der FFHS mit der Wirtschaft. Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch bitten wir um eine Anmeldung, da die Plätze auf 80 begrenzt sind.