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«iischi wirtschaft»: Digitalisierungsmotor Daten

Brig, 8. November 2018 – Wo entstehen Daten, wie sammeln wir sie und wie können sie interpretiert werden? Wie geht Datenmanagement? Und: Funktioniert heute ein KMU ohne Daten überhaupt noch? Diese Fragen diskutierten die Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) und das Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis (RWO) an der dritten Durchführung der Oberwalliser Networking-Plattform «iischi wirtschaft» gemeinsam mit Wirtschaftsvertretern und über 100 Teilnehmenden.

Eingeleitet wurde die dritte Durchführung von «iischi wirtschaft» im Natischer World Nature Forum von Prof. Dr. Diego Kuonen. Kuonen ist nicht nur Professor für Data Science an der Geneva School of Economics, sondern gibt seine Kompetenzen auch als CEO und Consultant der Firma Statoo Consulting weiter. Der promovierte Statistiker betonte mehrfach, dass Mehrwert aus Datenanalysen immer mit der Qualität der Daten anfange.

 

Qualität der Daten ist Key

Einen blinden Sammleransatz erachtet er nicht als sinnvoll: «Wenn kein Vertrauen in die Daten da ist, dann braucht man kein Geld für Daten auszugeben», erklärte er. Analytics müssten beim Geschäftsmodell anfangen und aufhören, war das Credo.

Bei der Umsetzung sehe er oft die Versuchung, dass Firmen das Thema Daten outsourcen wollen, sagte Kuonen. Er empfehle seinen Kunden aber immer, sich die Daten-Kompetenz ins Haus zu holen, denn ohne das Geschäftswissen könne kein Data Scientist die richtigen Schlüsse ziehen.

 

Datenkultur gefordert

Neben dem Zugang zum Thema Daten in kleinen Schritten, strategischem Denken, vertrauenswürdigen Herkunft der Daten und dem nötigen Fachwissen im Unternehmen kam man auf eine Aussage, die bei «iischi wirtschaft» nicht zum ersten Mal auftaucht: Digitalisierung sei vor allem auch eine Kulturfrage, so Kuonen: «Am Schluss geht es nicht ohne das Bestreben einer Firma sich ständig weiterentwickeln zu wollen.»

Und auch die Ausbildung habe eine Rolle zu spielen fand das Podium: Gerade die aktuelle Diskussion um Fake News zeige, wie wichtig die Kompetenz sei, Datenqualität und –herkunft beurteilen zu können (Data Literacy). Ausbilden müsse man nicht so sehr Technologie-Spezialisten, sondern man müsse vermehrt Kompetenzen vermitteln, die es Geschäftsleuten erlaubten, Daten-Tools sinnvoll auf ihr Geschäftsmodell anwenden zu können.

 

Über «iischi wirtschaft»

«Die FFHS ist ein aktiver Bildungspartner für die Unternehmen in der Region. Mit ‚iischi wirtschaft‘ wollen wir der Oberwalliser Wirtschaft eine Plattform bieten, die neben Networking auch Wissensaustausch, Lernen und Inspiration fürs Business umfasst», erklärt FFHS-Rektor Michael Zurwerra. «Gemeinsam mit RWO verfolgen wir das Ziel, unsere regionale Wirtschaft zu stärken und zusammenzubringen.»

Mehr Informationen zu vergangenen und zu künftigen Durchführungen von «iischi wirtschaft» finden Sie unter: ffhs.ch/iischi-wirtschaft

 

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