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Daten statt Bauchgefühl: Rekrutieren für die Zukunft

Max Hasler tüftelt an der Zukunft der Recruiting-Branche. Mit seinem Start-up will der aus Basel stammende FFHS-Student auf den Kopf stellen, wie Firmen heute zu ihren Mitarbeitenden kommen. Text: Hannes Tscherrig

«Ein Querdenker, jemand der kein Blatt vor den Mund nimmt.» So beschreiben Freunde den ambitionierten Jungunternehmer. Max Haslers Lebenslauf zeigt: Da ist jemand auf dem Weg nach oben.Leutnant, Immobilien-Makler, Personal Assistant, Sekretär, Projekt-Koordinator: Mit fünfundzwanzig sitzt er mit Stakeholdern am Tisch, wenn diese grosse Entscheide fällen. «Ich habe früh gelernt, wie Business im Grosskonzern funktioniert, habe aber auch viel Optimierungspotenzial gesehen im HR-Management», erzählt er. Ein Mitgrund für sein Start-up.

Inspiration Baseball
Der entscheidende Anstoss kam aber aus Amerika: Das Buch «Money Ball» beschreibt, wie Baseball Coach Billy Beane das darbende Team der Oakland Athletics zurück zum Erfolg führt. Beanes Rezept: Die Spieler werden aufgrund von Daten – im Baseball spricht man von Sabermetrics – rekrutiert.

Founder und FFHS-Student Max Hasler.

Max Hasler will dieses datengestützte, hochautomatisierbare Recruiting vom Sport auf die weit weniger effizienten Personalabteilungen abseits der Stadien ausweiten. Der Nutzen liegt auf der Hand: «Firmen hinterlegen Stellen-Wunschprofile und können diese automatisch mit den Kandidatenprofilen abgleichen.» Im Berg der Bewerbungen entdecken sie Wunschkandidaten schnell – und vor allem zuverlässig.

Erfolglose Bewerber erhalten dank der hinterlegten Stellen- und Bewerberprofile automatisch detailliert Feedback zu ihrer Bewerbung. Davon werden Max Haslers Kunden ebenso profitieren wie deren Bewerber. Denn: «Das Feedback unseres Systems ist Employer Branding für die einen, Karriereberatung für die anderen.»

Hart am Wind, genau auf Kurs
Parallel zu seiner Firmengründung drückt Max Hasler noch die Schulbank – wenn auch grösstenteils virtuell. Den Unterricht an der FFHS habe er als Testlabor für sein Start-up nutzen können: «Beim Aufbau der Firma habe ich stark vom Studium profitieren können. Das Feedback meiner Lehrer aber auch die Spannung zwischen HR-Lehre und HR im Alltag sind extrem wertvoll.»

Es sei ihm bewusst, dass nur 30 Prozent der Startups langfristig Erfolg haben, gibt Max Hasler offen zu. Er gibt sich 2 Jahre Zeit. Bis dahin will er von seiner Idee leben können. «Jedes Start-up ist ein Risiko. Aber ich bin felsenfest von meinem System überzeugt», sagt er. Und man glaubt es ihm.

 

Max Hasler lebt in Basel und den Niederlanden. Er hat 2018 parallel zu seinem Studium der Betriebsökonomie an der FFHS das Start-up Performance Finder (performancefinder.ch) gegründet. Inspiriert vom Profi-Sport sollen künftig auch alltägliche Firmen Bauchgefühl mit Daten ersetzen können, wenn sie Stellen neu besetzen.

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