Welches Studium passt zu mir? Sehen Sie auf einen Blick, welche Studiengänge für Sie in Frage kommen

«Die Denkweise muss sich ändern»

Mit adaptiven, personalisierten Kursen und mit E-Assessments verfolgt die FFHS zwei Initiativen, die zeigen, wie sich E-Learning beispielhaft weiterentwickelt. Vor allem aber sollen Studierende von den neuen Methoden profitieren. Wir haben uns umgehört: Was funktioniert? Was noch nicht?

Gefragt, was für Sie der grösste Vorteil eines E-Assessments sei, antwortet Karoline Sommer: «Das Schreiben am Computer ist für mich sehr viel angenehmer. Ich kann mich voll auf die Fragen konzentrieren.» Sommer studiert Betriebswirtschaft an der FFHS und arbeitet als IT Sales Spezialistin. Für sie waren die elektronischen Prüfungen an der FFHS eine sehr angenehme Premiere.

Karoline Sommer, Studentin BSc Betriebsökonomie und IT Sales Spezialistin

E-Assessment: Die Prüfung am eigenen Laptop

Allerdings hat dieser Komfort auch eine Schattenseite: «Das Risiko, dass am Tag der Prüfung etwas mit dem Laptop nicht in Ordnung ist, geht auf die Studierenden über.» Das sei ein Nachteil, da man halt nie 100 Prozent sicher sein könne, dass die Technik nicht im dümmsten Moment schlapp macht.
Die Challenge ist der Verantwortlichen für E-Assessments an der FFHS, Jetmire Sadiki, bekannt. «Es gab Studierende, die veraltete Software installiert hatten», erklärt Sadiki, was zu Verzögerungen geführt habe. Und trotzdem: «Alle Studierenden konnten ihre Prüfung abschliessen. Das ist ein Erfolg!» Mit jeder Durchführung werden die E-Prüfungen besser.
Und in Zukunft will man auch mündliche Antworten abnehmen oder Programmieraufgaben testen können. «Ziel ist es, Kompetenzen so realitätsnah wie möglich zu prüfen», schliesst Jetmire Sadiki.

Mike Azadian, Student BSc Wirtschaftsingenieurwesen und Produktionsingenieur

ALMoo: Adaptiv und personalisiert lernen

Adaptives Lernen mit Moodle (ALMoo) ist die zweite E-Learning-Off ensive an der FFHS. Ein adaptives Lernsystem unterstützt die Studierenden beim Online-Lernen, indem es Kurse den Fähigkeiten und Interessen der Studierenden anpasst, erklärt der Projektverantwortliche Matthias Holthaus.
«Ein Studierender mit viel Vorwissen kann einen Kurs sehr schnell absolvieren, während jemand mit grösseren Wissenslücken auch mehr Unterstützung erhält.» Ziel sei es, so der Forscher, dass Studierende eine neue Kompetenz mit möglichst geringem Aufwand erwerben. Student und Produktionsingenieur Mike Azadian sieht als Anwender keinen grossen Unterschied zu anderen Kursen. Man merke halt zum Teil, dass die ALMoo-Module noch Kinderkrankheiten hätten. Aber, so Azadian über seine Erfahrung: «Man wusste immer, was es zu tun gibt und wo man steht.»

Die grösste Herausforderung bleibt aber der Mensch: Studierende wie Dozierende müssten ihren Schwerpunkt von der analogen Vorlesung zum digitalen Selbststudium verschieben, so Holthaus: «Die Denkweise muss sich ändern.»

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