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Andrea Schöllnast ist ein Organisationstalent: Sie arbeitet, studiert, ist in der Feuerwehr aktiv, amtet als Präsidentin der Alumni FFHS und findet Zeit für Familie und Freunde. Text: Hannes Tscherrig

«Ich habe immer schon gerne Kontakte zu Menschengepflegt», sagt Andrea Schöllnast, die heute als Spezialistin für Vertriebskanalentwicklung bei einer Versicherung arbeitet. Ursprünglich kommt die quirlige Österreicherin aus der Tourismusbranche. Sie besuchte die höhere Lehranstalt für Tourismus im malerischen Bad Gleichenberg in der Steiermark.

Schon während der Ausbildung wurde ihr klar, dass sie weiterlernen würde. Und sie wollte erst einmal weg, «raus in die grosse Welt», wie sie sagt. Dann lachend: «Schliesslich ist aus der grossen Welt die kleine Schweiz geworden.» Sie fasste als Rezeptionistin, Assistentin und Bankettleiterin in Basel Fuss.

Karrierebeschleuniger Bildung
Der Tourismus war eine gute Schule. An der Rezeption oder als Bankettleiterin «planst du ständig für andere, musst dich schnell auf neue Gegebenheiten anpassen können.» Leider seien die Entwicklungsmöglichkeiten in der Tourismusbranche aber beschränkt.

Andrea Schöllnast hielt also nach einer Möglichkeit Ausschau, den langersehnten Traum eines Studiums zu realisieren und wurde schliesslich fündig: «Studieren ohne Abhängigkeiten gegenüber dem Umfeld, weil ich noch verdiene nebenbei, das ist perfekt». Sie begann also einen Bachelor in Betriebsökonomie an der FFHS und erwarb dabei zusätzliche Skills für den nächsten Karriereschritt. «Ich wollte einfach mehr», erklärt Andrea Schöllnast ihren Wechsel vom Tourismus in die Versicherungsbranche.

Organisationstalent
Im neuen Job trägt Andrea Schöllnast immer mehr Verantwortung, übernimmt grössere Projekte, beginnt einen Master in Business Administration mit Vertiefung in Innovationsmanagement und studiert parallel dazu Gesundheitswissenschaften. Gleichzeitig ist sie im Vorstand des Österreichervereins Basel, Mitglied in der Feuerwehr Augst-Kaiseraugst, Aktuarin und Vorstandsmitglied im Feuerwehrverein Raura und – seit neuestem – Präsidentin der FFHS Alumni.

Gefragt, wie so viele Aktivitäten in einen Terminkalender passen, lacht sie: «Ich war schon immer ein Organisationstalent, das gehört zu einer meiner Hauptstärken». Vieles sei Planung, aber natürlich gehöre hin und wieder ein Quäntchen Glück dazu, dass die Termine günstig zu liegen kommen. Wichtig sei, dass man zwar alles geplant habe, aber auch Raum für Spontanes schaffe. Und natürlich gehört Kompromissbereitschaft dazu: «Ich möchte gerne mehr Sport treiben und Musik machen. Leider kam das in letzter Zeit etwas zu kurz.»
Motivation aus dem Netzwerk

Am wichtigsten seien für ihre vielen Aktivitäten die Menschen: «Wenn ich mal wieder mit einer völlig verrückten Idee komme, ist der Rückhalt ausnahmslos da.» Freunde, Partner und Familie sorgen für Sicherheit. Ihr grosses Netzwerk generiert entscheidende Inputs. Im Austausch erhalte man oft im richtigen Moment wichtige Tipps oder könne anderen den ein oder anderen Denkanstoss geben. Der Umgang mit Menschen gibt Andrea Schöllnast Energie, sei es im Beruf, im Verein oder im Privatleben: «Die Menschen mit denen ich zu tun habe, sind mit Herzblut bei der Sache, was mich immens motiviert.»

«Nie stehen bleiben»
Andrea Schöllnast bleibt nicht stehen. Ist ein Projekt abgeschlossen, steht auch schon das nächste ins Haus. Heuer schliesst sie ihre beiden Studien ab. Innovationsmanagement, weil es immer darum gehe, schneller und besser zu werden. Und Gesundheitswesen, weil es hier aus ökonomischer Sicht grosses Innovationspotenzial und viele Schnittpunkte zu Versicherungsfragen gebe. Der Themenbereich an der Schnittstelle von Innovation und Gesundheit wird weiter an Relevanz gewinnen, ist Andrea Schöllnast überzeugt. Sie überlegt sich deshalb in diesem Gebiet zu dozieren und vielleicht ein Doktorat in Angriff zu nehmen.

Und auch in ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten geht sie stets voran: Als neue Präsidentin des Alumni-Vereins der FFHS etwa will sie frischen Wind in die Organisation bringen, sobald sie wieder mehr Zeit hat: «Ich bin ein Teil dieser Gesellschaft, die mich seit jeher geprägt hat und in der ich viele Dinge als selbstverständlich betrachten durfte. Ich möchte einen Teil zurückgeben.»