Welches Studium passt zu mir? Sehen Sie auf einen Blick, welche Studiengänge für Sie in Frage kommen

Marktstudie: Schweizer wollen berufsbegleitend und digital studieren

Brig/Zürich – Eine repräsentative Studie im Auftrag der FFHS zeigt ein wachsendes Bedürfnis der Schweizer Berufstätigen nach agilen Studienmodellen, welche E-Learning integrieren. Die Befragten schätzen vor allem die zeitliche Flexibilität und die örtliche Unabhängigkeit, die digitale Technologien bieten.

In der durch das Marktforschungsunternehmen GfK durchgeführten Studie* wurden 502 Personen aus der Deutschschweiz zu den Themen Studium, Berufstätigkeit und E-Learning befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Bedürfnis nach berufsbegleitenden Modellen gross ist und digitale Lernformen mehrheitlich als attraktiv angesehen werden. Besonders die Zeit- und Ortsungebundenheit sowie die Möglichkeit, das Studium selbstständig einzuteilen, werden als grosse Vorteile des E-Learning geschätzt.

 

Weiterbildung: Rahmenbedingungen müssen stimmen

Das Interesse an einer Weiterbildung neben Beruf und/oder Familie ist generell sehr hoch. Mehr als 80 Prozent der Befragten können sich vorstellen, neben Beruf und/oder Familie ein Studium beziehungsweise eine Weiterbildung zu absolvieren. Die Rahmenbedingungen müssen dabei aber stimmen:  Zwei Drittel der Studienteilnehmer nennen als wichtigste Voraussetzung die zeitliche und finanzielle Unterstützung durch den Arbeitgeber. Für die Hälfte muss zudem die Möglichkeit der flexiblen Einteilung der Lernzeiten gegeben sein und für weitere 41 Prozent ist es Voraussetzung, dass das Einkommen und Arbeitspensum praktisch unverändert bleiben. Männer geben die Unterstützung durch den Arbeitgeber und das unveränderte Einkommen und Arbeitspensum dabei signifikant häufiger als Kriterium an als Frauen. Knapp zwei Drittel der Befragten wären zwar bereit, ihr Arbeitspensum für ein Studium zu reduzieren, über die Hälfte (55%) aber nicht mehr als 20 Prozent ihres jetzigen Pensums.

 

Studienmodell: E-Hochschule gleichauf mit klassischer Präsenzhochschule

Die Bedürfnisse in Sachen Studienmodell sind unterschiedlich. 44 Prozent der Befragten würden sich für ein Modell mit zwei Präsenztagen pro Woche an einer klassischen Präsenzhochschule entscheiden. Fast genauso viele (42%) geben dem Modell mit zwei Präsenztagen im Monat an einer E-Hochschule mit entsprechend höherem Anteil an Online-Selbststudium den Vorzug.  Tendenziell schätzen Frauen und ältere Personen eher das Modell mit weniger Präsenzunterricht. Die Vollzeit-Präsenz ist mit 6 Prozent deutlich am wenigsten beliebt.


Hochschule: Berufsbegleitend ein Muss

Bei der Wahl der Hochschule spielt die Möglichkeit, berufsbegleitend zu studieren, die wichtigste Rolle. Nebst diesem Kriterium sind zudem  die Kosten des Studiums sowie der Standort / Erreichbarkeit entscheidende Bedingungen bei der Wahl der Hochschule. Für Männer ist zudem ein hoher Praxisbezug relevant, während Frauen mehr Wert auf das Fächerangebot legen. Ältere Befragte nannten häufiger flexible Zeitmodelle und E-Learning-Technologien als Auswahlkriterien.
 

Fernstudium und E-Learning: Attraktive Alternative

Das Fernstudium (Selbststudium via Online-Lernplattform mit minimalem Anteil an Präsenzunterricht) ist aus Sicht der Befragten eine valable Alternative für ein berufsbegleitendes Studium. 58 Prozent würden ein Fernstudium in Erwägung ziehen, bei Personen mit Kindern unter 10 Jahren sind es sogar 64 Prozent. Auch die Offenheit gegenüber E-Learning, digitalen Lernplattformen mit Online-Tests, Foren und dem Einsatz von Multimedia ist gross. Drei von vier Befragten finden digitale Lernformen attraktiv oder sehr attraktiv. Die flexible Zeiteinteilung, Ortsunabhängigkeit und Flexibilität allgemein sind die Hauptgründe für die positive Bewertung der digitalen Lernformen. Frauen schätzen insbesondere auch das ruhige Umfeld beziehungsweise die Möglichkeit, von zu Hause aus zu lernen. Bei Personen, die den digitalen Lernformen kritischer gegenüberstehen, werden die erforderliche Eigenverantwortung und Selbstdisziplin sowie der fehlende Austausch mit anderen Studenten und Dozenten als Hauptschwächen der digitalen Lernformen genannt.

Einer der neueren Trends im E-Learning, das sogenannte adaptive Lernen, betrifft die Personalisierung von E-Learning-Systemen. Lernplattformen können in Zukunft immer besser auf persönliche Bedürfnisse des Lernenden eingehen, das heisst, dass der Computer den Nutzer je nach Lernfortschritten durch den Lernstoff führt. Auch diese Form des E-Learning wird von einer grossen Mehrheit der Befragten positiv bewertet: 84 Prozent erachten personalisierte Lernformen als eher oder sehr attraktiv.

 

 

*Befragt wurden Männer und Frauen in der Deutschschweiz im Alter von 18 bis 44 Jahren mittels Computer Assisted Web Interviews (CAWI). Insgesamt wurden 502 Interviews geführt. Die Befragung fand im März 2016 statt.

 

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