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Schüler der OMS Brig entdecken FFHS-Forschung

Während eines Monats nahmen über hundert Schülerinnen und Schüler der Oberwalliser Mittelschule St. Ursula (OMS) an einem Experiment der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) teil. Dabei wurde mit der Eye-Tracking-Methode untersucht, wie Neugierde das Lesen am Bildschirm beeinflusst.

Während des psychologischen Experiments des Instituts für Fernstudien- und eLearningforschung (IFeL) lasen die Schüler Texte am Bildschirm, während ein sogenannter Eye Tracker die Augenbewegungen der Teilnehmenden beim Lesen aufzeichnete. Zusätzlich wurden die Gesichtsausdrücke festgehalten, um Rückschlüsse auf die Neugierde zu ziehen. Ausserdem beantworteten die Schüler Kontrollfragen dazu, wie stark sie sich für das Thema interessierten und wie gut informiert sie sich fühlten.

Franziska Hirt und Christian Manz mit Probanden der OMS.

Dank der Daten aus der OMS will das IFeL wichtige Forschungsfragen beantworten: Wie gut lässt sich Neugier mit modernen Technologien messen? Welche Rolle spielt das Vorwissen von Teilnehmenden? Und gibt es verschiedene Arten von Neugier? Besonders spannend für die beiden Partnerschulen werden sicher die Erkenntnisse zur Frage sein, ob und wie sich Neugier im Unterrichtskontext stimulieren und aufrechterhalten lässt.

 

Praxisnaher Einblick in die Forschung

«Uns bietet das Forschungsprojekt mit der FFHS gleich mehrere Vorteile», sagt Christian Manz. Er ist Psychologielehrer an der OMS und hat die Zusammenarbeit mit der FFHS betreut. «Unsere Schüler erhalten im Rahmen des Unterrichts wertvolle Einblicke in die Forschungsarbeit, das öffnet neue Perspektiven und die Schüler kommen raus aus dem Schulzimmer», erklärt er.

Die aus dem Experiment gewonnenen Erkenntnisse werden an die OMS zurückgespielt, sobald alle Daten gesichtet und ausgewertet sind. Das freut Christian Manz besonders: «Wir hoffen natürlich, dass wir aus den Forschungsresultaten auch Optimierungen für unsere eigenen Unterricht ableiten können».
 

Wertvolle Partnerschaft

Wertvoll ist die Partnerschaft auch für die FFHS. «Wir sind sehr glücklich darüber, mit der OMS zusammenarbeiten zu können. Die Nähe zu unserem Hauptsitz beim Spital in Brig macht – gerade bei technisch aufwändigen Experimenten – vieles sehr viel einfacher», bestätigt Prof. Dr. Per Bergamin vom IFeL. Er leitete das Experiment mit den OMS-Schülern und verantwortet die Forschungsaktivitäten des Instituts. Dies bestätigt auch IFeL-Mitarbeiterin Franziska Hirt, die das Experiment mit der OMS durchgeführt hat: «Die Schüler waren überaus interessiert, motiviert und immer pünktlich.» Sie hat während eines Monats bis zu acht Schüler pro Tag getestet. Dabei sei fast alles wie am Schnürchen gelaufen.

Mit ersten Ergebnissen rechnet das Team um Per Bergamin und Franziska Hirt im Spätsommer 2018.

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