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Wie Psychologie Unternehmen transformiert

Brig/Zürich – Oft scheitern grosse Ideen am Faktor Mensch. Und zwar meist dann, wenn Unternehmensverantwortliche glauben, Kader und Mitarbeitende nicht in den Prozess einbeziehen zu müssen. Drei einfache Fragen können den Misserfolg abwenden.

Jetzt wird innoviert. Kader und Mitarbeitende werden vor vollendete Tatsachen gestellt: Sie sollen die Veränderungsstrategie umsetzen. Ob sie das für gut halten oder nicht. Ob sie die nötigen Tools und die erforderliche Zeit dazu haben oder nicht. Die Stimmung im Unternehmen sinkt. Dass mit der Stimmung auch die Erfolgsaussichten des Projektes sinken, hat sich aber noch nicht überall durchgesetzt.

 

Drei Fragen zur Stimmungssondierung

Dabei weiss die Wirtschaftspsychologie, dass menschliche Einstellungen das Verhalten stark beeinflussen. Diesen Umstand könnten sich Unternehmen vor oder in der Transformation zunutze machen.

Mit drei einfachen Fragen an Mitarbeitende lässt sich die Innovationsbereitschaft eines Unternehmens wirtschaftspsychologisch nämlich vorhersagen:

  1. Sind Sie bereit, die geplante Innovation in der einen oder anderen Form mitzutragen?
  2. Betrachten Sie den vorgeschlagenen Innovationsansatz als bedeutsam, wichtig und relevant?
  3. Sind die gestellten Aufgaben machbar? Verfügen Sie über die notwendigen Ressourcen?

Wenn Mitarbeitende alle drei Fragen mit «Ja» beantworten, kann ein Unternehmen davon ausgehen, dass ein Innovationsvorhaben angenommen und unterstützt werden wird.

Wenn nicht, dann muss kommuniziert, informiert, überzeugt oder trainiert, das Kader sensibilisiert werden. Andernfalls wird das Innovationsvorhaben scheitern – unabhängig davon wie bahnbrechend der ursprüngliche Innovations-Impuls war.

 

Schnelle Einblicke dank digitaler Tools

Zusammen mit seinem Kollegen Bora Altuncevahir beschäftigt sich Dr. Tobias Heilmann als Studiengangsleiter MAS Wirtschaftspsychologie, als Dozent, Forscher und CEO der Beratungsfirma campaignfit mit der Schnittstelle von Innovation und Psychologie.  Für ihn ist klar: «Wenn das Kader und die Mitarbeitenden ein Innovationsprojekt als wertvoll erachten, werden sie dahinter stehen. Wenn sie der Meinung sind, dass auch ihre Kollegen davon überzeugt sind, dass das Unterfangen sinnvoll und erfolgsversprechend ist, umso besser. Und wenn Mitarbeitende den Eindruck haben, dass sie die notwendigen Ressourcen bekommen, steigen die Erfolgsaussichten signifikant.»

Wie bemerkt die Geschäftsleitung, dass die Unterstützung für ein Projekt an der Basis zu wünschen übrig lässt? Oder anders gefragt: Wie beschafft es sich schnell und einfach wahrheitsgetreue Antworten auf die drei Innovationsfragen und setzt sie erfolgreich um?

Wichtig ist sicher, dass Entscheidungstragende im Unternehmen sich von Beginn eines Innovationsunterfangens an bewusst sind, dass psychologische Faktoren eine entscheidende Rolle spielen und dass sie sich nicht scheuen, Ressourcen ins Erheben und Bewerten von innovationspsychologischen Eckdaten zu investieren. Eine solche Hilfestellung bietet Tobias Heilmann mit seinem Unternehmen: «Bei campaignfit haben wir einen dedizierten Innovations-Checkup entwickelt, also eine Methode, die eine datenbasierte Entscheidungs- und Informationsbasis legt, so dass innovationspsychologische Missstände beizeiten behoben werden können.»

 

Gegensteuer vor dem Sturm

Das Management kann mit diesen Inputs in Echtzeit auf fehlende Unterstützung reagieren und muss nicht abwarten, bis traditionelle wirtschaftliche Kennzahlen (Budget- und Zeitüberschreitungen, kein oder geringer Ertrag) das Scheitern des Projektes aufzeigen.

Wer früh erkennt, dass sein Projekt nicht genügend Unterstützung findet, kann motivieren, Bedenken entkräften und benötigte Ressourcen beschaffen. Das heisst: Mit einem kleinen Investment zu Beginn des Projektes wird ein Gegensteuern zum idealen Zeitpunkt möglich, ein finanzieller und psychologischer Scherbenhaufen lässt sich vermeiden.

 

*Adaptiert vom ursprünglich beim Organisator erschienenen Artikel «Innovations-Checkups – Psychologische Faktoren einer erfolgreichen digitalen Transformation».

 

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