Gezielter Praxistransfer und Förderung der Handlungskompetenzen

Kernelement des Praxisintegrierten Bachelor-Studiums (PiBS) ist neben der Vermittlung der Fachkompetenzen die Förderung der Fähigkeit, Gelerntes in die Praxis umzusetzen.

Der Wechsel Studium-Arbeitsplatz rückt das Informatikstudium in ein neues Licht. Es dreht sich nicht alles um theoretische Programmiermodelle, Mathematik und simulierte Fallbeispiele, sondern vielmehr um die direkte Anwendung der Codes und Modelle im produktiven Umfeld eines Unternehmens das direkte Ergebnisse produziert. Die Informatik wird greifbar, spannend und abwechslungsreich. Die FFHS fördert diesen Transfer aktiv durch:

  • Reflexion des praktischen Einsatzes und der konkreten Aufforderung, anhand theoretischer Modelle nach praktikablen Lösungen zu suchen.
  • Integration der Fragestellungen und Herausforderungen des Berufsalltags im Studium und deren Diskussion in den Vorlesungen.
  • Von Dozierenden sowie Praxispartnern betreute Transferarbeiten, in welchen die Studierenden wissenschaftlich aufarbeiten, wie sie mit Hilfe der im Studium erlernten Theorie Aufgaben und/oder Projekte in der Praxis umsetzen konnten. Die Transferarbeiten werden bewertet. Mit insg. 18 ECTS machen sie 10% des Studiums aus und integrieren damit faktisch die Praxis ins Studium.
«Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun. (Goethe)»

Das Ziel des PiBS ist beruflich handlungskompetente, praxisorientierte Fach- und Führungskräfte auszubilden, die dazu fähig sind Fragestellungen selbständig und kritisch zu hinterfragen und damit weiterzuentwickeln. Die Studierenden sollen lernen, ihr erworbenes Wissen im beruflichen Alltag einzusetzen, ihre Stärken zu erkennen und zu entfalten. Dazu bedarf es der Förderung und Entwicklung von Handlungskompetenzen.

Die FFHS gibt PiBS-Studierenden die Möglichkeit ihre Handlungskompetenzen zu messen und damit ihre Stärken und Schwächen zu identifizieren. Die Messung erfolgt als Selbsteinschätzung der Studierenden mit Hilfe des anerkannten Systems Kode®, welches sowohl im Personalwesen als auch im Bildungssektor im deutschen Raum Firmen und Schulen in der Entwicklung der Handlungskompetenzen unterstützt.
Als Vergleichsparameter und Grundlage legte die FFHS mit Hilfe der Praxispartner ein Kompetenzsollprofil eines Fachhochschulabsolventen der Informatik fest.

Das individuelle Ergebnis der Messung wird dem Studierenden überreicht und fliesst in der Folge anonymisiert in ein Gesamtergebnis ein. Dieses allgemeine Gesamtergebnis der Messung gibt der FFHS Hinweise, welche Handlungskompetenzen weiter gestärkt werden müssen. Die Hochschule adaptiert und bereichert ihre Theoriemodule entsprechend mit Lernaktivitäten, die diese Handlungskompetenzen fördern. Die Studierenden können die Ergebnisse mit ihren Betreuern im Personalgespräch diskutieren und ebenfalls Ziele und Aufgaben festlegen, die sie in ihrer weiteren Entwicklung fördern.

Die Messung der Handlungskompetenzen erfolgt Ende des ersten Semesters, Ende des vierten Semesters und im 8. Semester anhand einer Selbsteinschätzung. Die kontinuierliche Messung ermöglicht es, die Entwicklung zu fördern.

Die FFHS ist damit eine der ersten Hochschulen in der Schweiz die neben der Vermittlung des fachlichen Know-Hows die Entwicklung der Handlungskompetenzen aktiv fördert und sie zum Teil des Studiums macht. Selbstverständlich sind Ergebnisse notenunabhängig und werden nicht bewertet.