FFHS Forschungsethikkommission

Seit dem 1. Juni 2020 verfügt die FFHS über eine Forschungsethikkommission zur Begutachtung von Forschungsprojekten. Diese wurde durch einen Beschluss der Direktion geschaffen und deren Reglement durch Direktion und Stiftungsrat genehmigt. Sie unterstützt die Forschung und sensibilisiert für forschungsethische Fragestellungen.

Die Forschungsethikkommission der FFHS prüft auf Antrag Forschungsvorhaben unter ethischen Gesichtspunkten. Eine Begutachtung wird insbesondere bei empirischen Studien, Untersuchungen mit Versuchspersonen und Befragungen dringend empfohlen.

Antragsberechtigt sind Mitarbeitende und Dozierende der FFHS mit mindestens abgeschlossener Promotion.

Die Forschungsethikkommission versteht sich als Partnerin der Forschung. Sie unterstützt Forschende in ethischen Fragen, sensibilisiert für mögliche Interessenkonflikte und trägt zur Qualitätssicherung der wissenschaftlichen Arbeit bei.

Im Zentrum steht der Schutz der Forschungsteilnehmenden. Dieser wird durch eine sorgfältige Abwägung von Nutzen und möglichen Belastungen oder Risiken sichergestellt. 

Die Kommission orientiert sich an drei zentralen forschungsethischen Prinzipien: 

  1. Schadenfreiheit – Schutz der physischen und psychischen Gesundheit sowie der sozialen Integrität der Teilnehmenden. 
  2. Autonomie – Freie, informierte und jederzeit widerrufbare Zustimmung zur Teilnahme an einer Untersuchung. 
  3. Gerechtigkeit – Faire und begründete Verteilung von potenziellen Belastungen und erwartetem Nutzen. 

Darüber hinaus berücksichtigt die FFHS Forschungsethikkommission nationale und internationale Richtlinien und Standards, unter anderem: 

  • Bundesgesetz über die Forschung am Menschen (Humanforschungsgesetz, HFG) 
  • Ethical Principles of Psychologists und Code of Conduct der American Psychological Association (APA) 
  • Ethische Richtlinien für Psychologinnen und Psychologen der Schweizerischen Gesellschaft für Psychologie (SGP / SSP) 
  • Code of Ethics der American Sociological Association (ASA) 
  • Ethik-Kodex der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) 
  • Ethical Standards der American Educational Research Association (AERA) 
  • Ethik-Kodex der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) 

Das Reglement der Forschungsethikkommission definiert Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Zusammensetzung und Arbeitsweise. Es ist öffentlich einsehbar. Die Kommission besteht aktuell aus sieben Mitgliedern aus den verschiedenen Forschungsinstituten der FFHS und der Dozentenschaft sowie einer Studierendenvertretung. Sie wird durch das Direktionssekretariat unterstützt, arbeitet unabhängig und ist nicht weisungsgebunden. 

  • Dr. Natascha Hebestreit, Präsidentin der FFHS-Forschungsethikkommission und Dozentin Sustainability and Circular Innovation 
  • Prof. Dr. Egon Werlen, Forschungsfeldleiter, Institut für Fernstudien- und eLearningforschung (IFeL) 
  • Dr. Joachim Steinwendner, Forschungsfeldleiter, Laboratory for Web Science (LWS) 
  • Prof. Dr. Diego Moretti, Forschungsfeldleiter, Departement für Gesundheit (DGH) 
  • Prof. Dr. Hagen Worch, Forschungsfeldleiter «Innovation, Entrepreneurship & Firm Growth», Institut für Management und Innovation 
  • Mag. Andrea Schöllnast, MSc Business Administration, Vertreterin der Alumni, Dozentin Innovation Management 
  • Kinga Kadar, Direktionsassistentin, Sekretärin der Ethikkommission