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Warum die FFHS neue Räume schafft

Die FFHS baut. In Zürich und in Brig entstehen bis 2021 zwei neue Campus mit hochmoderner Infrastruktur. Doch wieso braucht eine E-Hochschule, die zum Grossteil digital lehrt, neue Gebäude? Fünf Gründe, die zeigen, dass virtuell nicht ohne physisch geht.

Text Natascha In-Albon

Ein Rendering der Gleisarena unmittelbar am Hauptbahnhof Zürich.


1. Fernstudium braucht Nähe

Die FFHS ist weder eine reine Präsenzhochschule noch eine reine Online-Hochschule. Mit ihrem Modell «Blended Learning» kombiniert sie traditionelle und virtuelle Lehrmethoden. Die Nähe zu und unter den Studierenden ist in diesem Konzept ein entscheidender Erfolgsfaktor. Auch wenn die Präsenzzeiten an der FFHS auf ein Minimum reduziert sind, ist der Austausch mit den Kommilitonen und Dozierenden ein unverzichtbarer Teil des Lernerfolges. Wie Studien belegen, erzielen Studierende in hybriden Szenarien grössere Erfolge – was gar die «reine» Online-Akademie Udacity dazu bewegt hat, in Gebäude zu investieren. Bei aller Flexibilität der digitalen Lehr- und Lernmethoden, ein Ersatz für physisches Aufeinandertreffen sind sie nicht. Blended Learning bietet das Beste aus zwei Welten – sofern der didaktische Ansatz dahinter stimmt.


2. Neue Lernräume

Damit Blended Learning wirklich das Beste aus zwei Welten bietet, muss jede Welt ihre Spezialität ausspielen. Lerninhalte, die ein Student alleine in seinem eigenen Tempo erarbeiten kann, eignen sich gut für digitale Methoden. Sobald es aber um die Anwendung dieses Wissens geht, ist der Austausch im Unterricht geeigneter. Dieses Prinzip, bekannt unter dem Begriff «Flipped Classroom», vertauscht sozusagen die Hausaufgaben mit der Stoffvermittlung. Wenn der Unterrichtsraum vermehrt dem praxisorientierten Austausch dienen soll, verändert sich auch sein Design. Laut Horizon Report, dem Trendmesser im Bildungsbereich, ist die Umgestaltung der Lehrräume in den Hochschulen einer der Schlüsseltrends für die nächsten Jahre. Mit den beiden neuen Campi schafft die FFHS Räume mit flexibler Einrichtung und digitaler Infrastruktur, die für anwendungsorientierte Lernsettings verwendet werden können und den Präsenzunterricht so praxisorientiert wie möglich machen.

Die grosszügigen Glasfronten öffnen den neuen Campus in Brig zur Umgebung hin.


3. Mobil, flexibel, einfach

Im Neubau der Gleisarena direkt am Zürcher HB bezieht die FFHS ab 2021 einen neuen Campus, der zentraler nicht sein könnte. Quasi direkt ab Perron gelangt man in wenigen Schritten in das Gebäude. Der neue Standort passt perfekt in die FFHS-Immobilienstrategie. Diese beinhaltet, dass alle Unterrichtsräume für den Präsenzunterricht, wie auch die Arbeitsplätze für Mitarbeitende und Dozierende, direkt an den Bahnhöfen Brig, Bern, Basel und Zürich liegen und mit dem öffentlichen Verkehr unmittelbar erreichbar sind. Wer sich in der Schweizer Hochschullandschaft umsieht, entdeckt viele Campi an Bahnhöfen. Der Grund ist einfach: Im Wettbewerb der Hochschulen ist auch der Standort entscheidend. Wer wie die FFHS Aus- und Weiterbildungen für Berufstätige anbietet, kann mit dem Standort einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor aufweisen. Für die FFHS heisst das, dass neben dem Studienmodell auch der Campus den Bedürfnissen der heutigen Arbeitswelt entspricht: mobil, flexibel, einfach.


4. Bereit für die Arbeitswelt 4.0

Das Kapital jedes Unternehmens sind die Mitarbeitenden. Das ist auch bei der FFHS nicht anders. Um ihre Weiterentwicklung in der Lehre, den Services und der Forschung voranzutreiben, will die FFHS optimale neue Arbeitswelten schaffen. Die digitale Transformation der Gesellschaft stellt dazu ihre eigenen Gesetze auf. Die Entkopplung von individuellen Arbeits- und Betriebszeiten sowie ortsunabhängiges Arbeiten stellen hohe Anforderungen an die Arbeitgeber. Die Arbeitsplatzgestaltung, gleich wie die Ausstattung von Unterrichtsräumen, kann motivations- und lernsteigernd wirken. Für die überregional agierende FFHS, die in Zürich und am Hauptsitz in Brig über 100 Arbeitsplätze hat und über 400 Dozierende beschäftigt, ist die Arbeitswelt 4.0 schon seit Jahren Realität. Bereits Anfang 2018 hat die FFHS mit der absoluten Flexibilisierung der Arbeitszeiten und optimierten Möglichkeiten für Homeoffice flexible Rahmenbedingungen geschaffen. Höchste Zeit also, dass auch der physische Arbeitsraum so gestaltet werden kann, dass Kooperation, Kommunikation und Kreativität gefördert werden.


5. Labore für Forschung und E-Didaktik

Die FFHS hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Vorreiterrolle im Bereich der E-Didaktik auszubauen. Mit dem Aufbau des relativ jungen Departements E-Didaktik will sie die Qualität der Online-Kurse, die Weiterentwicklung und Umsetzung digitaler Angebote sowie die methodisch-didaktische Schulung von Dozierenden vorantreiben und vermehrt Kooperationsprojekte mit anderen Hochschulen und Partnern eingehen. Unter anderem ist ein «Video Lab» geplant, um multimediale Lerninhalte zu produzieren. Auch die Forschung der FFHS benötigt neuen Raum. Im Institut für Fernstudien- & eLearningforschung (IFeL) wird der Einsatz moderner Technologien beim Lernen untersucht. Voraussetzung sind Labore mit entsprechender technischer Ausstattung. Dort werden Experimente zur Messung von Augenbewegungen («Eye Tracker») und Emotionen im Gesichtsausdruck durchgeführt oder Virtual Reality-Lernumgebungen getestet. Ziel ist es, Ergebnisse dieser Forschung wiederum in die Verbesserung und Innovation der zukünftigen Lernangebote zu integrieren.

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