17.12.2026 17:30 - 18:30 / Online

BiscuIT #19: Wozu noch lernen? Hirn-Bildungsforschung, KI und ein Gedankenexperiment zur Superintelligenz

«Wissen ist Macht» – Francis Bacons Satz von 1597 hat vier Jahrhunderte überdauert. Generative KI stellt ihn zum ersten Mal ernsthaft infrage, denn sie greift direkt in jene Prozesse ein, mit denen Menschen denken und lernen.

Grossflächige Erhebungen wie PISA 2025 und die JIM-Studie zeichnen ein überraschendes Bild: eine flächendeckende KI-Nutzung im Lernalltag bei gleichzeitig rückläufigen Basiskompetenzen. Experimentelle Studien mit EEG-Messungen sowie Feldversuche im Unterricht versuchen, dieses Bild weiter zu differenzieren: Was geschieht beim Lernen mit KI im Gehirn, und wie wirkt sich dies auf die Leistung aus? In Politik und Gesellschaft wird derzeit debattiert, ob sich daraus substanzielle Veränderungen in positiver oder negativer Richtung ergeben. Auch in der Wissenschaft ist die Thematik umstritten.

Der Talk beleuchtet diese Kontroverse, ordnet die Befunde methodisch ein und spitzt die Frage mit einem Gedankenexperiment zu: Was bedeutet Lernen, wenn eine Superintelligenz jede kognitive Aufgabe besser löst als jeder Mensch? Betrachtet man die Befunde aktueller Studien, darunter eine Validierungsstudie zu KI-Kompetenzen von Dozierenden und angehenden Lehrpersonen, zeigt sich überraschend deutlich, welche Kompetenzen im Zeitalter der KI tatsächlich zählen. Zur Diskussion steht eine pointierte These, die zugleich einen Lösungsansatz für die nächsten Jahre skizziert.

Datum: 17.12.2026
Zeit: 17:30–18:30 Uhr
Referent: Per Bergamin
Moderator: Tobias Häberlein

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