1998/2025

1998 und 2025, zwei für mich persönlich wichtige Jahrzahlen. 1998 – lange ist’s her – begann ich bei der FFHS als Mitglied des Politisch-Strategischen Beirats unter dem Präsidium von alt Nationalrat Ernst Mühlemann; Mitte 2025 werde ich Abschied nehmen als Präsident des Stiftungsrates dieser sehr besonderen Schule. 

Der Beginn war von Unsicherheit geprägt. Man wusste, dass es schwierig sein würde, die anvisierte Fachhochschule als Fernfachhochschule zu begründen. Vieles, insbesondere die nationale Gesetzgebung, sprach gegen eine Schule, wie wir sie geplant hatten. Der Status einer eigenständigen Bildungsinstitution war uns verwehrt. Auch die Ausrichtung auf «Fernunterricht» einer Fachhochschule war eigentlich nicht vorgesehen. 

Es brauchte damals einiges an innovativer Vorstellungskraft, Hartnäckigkeit und Durchhaltewillen sowie unermüdlicher Lobbyarbeit, bis wir den Betrieb mit knapp 30 Studentinnen und Studenten aufnehmen konnten. Geschicktes Taktieren unter der Ägide von Ernst Mühlemann, der grosse Einsatz des ersten Rektors Kurt Grünwald sowie überzeugte Menschen wie Toni Bellwald und – das sei besonders hervorgehoben – die alles andere als selbstverständliche Bereitschaft der Fachhochschule der italienischen Schweiz uns «Gastrecht» zu gewähren, führten schliesslich zur ersten Fernfachhochschule der Schweiz mit Sitz im Oberwallis.  

In der Folge blieb ich der Schule in unterschiedlicher Intensität und Rolle respektive Funktion verbunden. Meine letzte Etappe absolvierte ich ab 2013 als Mitglied des neuen Stiftungsrates unter Hans Widmer und zuletzt als sein Nachfolger als Präsident. Was mich besonders freut, ist der Umstand, dass die FFHS heute in einem sehr guten Zustand ist. Der neue, im letzten Jahr gewählte Rektor Marc Schnyder übernimmt eine in jeder Beziehung erfolgreiche Schule mit Zukunft. 

In diesen 28 Jahren habe ich viel erlebt, ich habe interessante Zeiten mitgemacht und war Zeuge einer nicht alltäglichen Entwicklung mit heute über 3000 Studentinnen und Studenten. Ich hatte das Privileg mit besonderen Menschen zusammenzuarbeiten; vor allem hervorheben möchte ich die beiden Rektoren Kurt Grünwald und Michael Zurwerra. Dafür sei ihnen und allen anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie meinen Kolleginnen und Kollegen im Stiftungsrat herzlich gedankt.