Politik ebnet Weg für MINT-Studiengänge mit integrierter Praxis
2015 lancierte die FFHS die Idee des praxisintegrierten Bachelorstudiums (PiBS) in der Schweiz. Jetzt steht das PiBS kurz vor der definitiven Einführung an Schweizer Fachhochschulen. Ende 2025 haben sich National- und Ständerat geeinigt und die PiBS-Studiengänge (Praxisintegriertes Bachelorstudium) dauerhaft im Hochschulförderungs- und koordinationsgesetz (HFKG) verankert.

Die FFHS bietet seit der Lancierung des PiBS 2015 ein praxisintegriertes Bachelorstudium Informatik an. Aktuell arbeitet die FFHS dazu mit über 30 Praxispartnern zusammen. (Symbolbild: Adobe Stock)
Das PiBS richtet sich primär an gymnasiale Maturanden und verbindet die Praxiserfahrung in einem Unternehmen mit einem Bachelorstudium. Sie können ohne vorgängige Praxiserfahrung direkt in ein MINT-Bachelorstudium (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) an einer Fachhochschule einsteigen.
Die FFHS lancierte 2015 die Idee des PiBS in der Schweiz und das duale Modell wurde im Rahmen eines Pilotprojekts für MINT-Studiengänge bis 2025 bewilligt. Im Mai 2025 überwies der Bundesrat die Botschaft zur Änderung des Hochschulförderungs- und koordinationsgesetz (HFKG) an das Parlament mit dem Ziel, PiBS als reguläres Angebot an allen Schweizer Fachhochschulen zu etablieren. Der Nationalrat stimmte bereits im September 2025 der Gesetzesänderung zugunsten des PiBS zu, der Ständerat folgte am 4. Dezember. Gleichzeitig nahm er einen Zusatz auf, sollte das neue Angebot «bildungspolitisch unerwünschte Effekte» haben, müsse der Bund eine Evaluation durchführen und, wenn nötig, Anpassungen vornehmen. Ende Dezember haben sich National- und Ständerat nach einer Differenzbereinigung geeinigt und das PiBS im HFKG verankert.
FFHS mit über 30 PiBS-Praxispartnern
Ab 2027 erhalten Fachhochschulen mit dieser Gesetzesänderung die Möglichkeit, in allen MINT-Bereichen Bachelorstudiengänge anzubieten, in denen die Praxiserfahrung Bestandteil des Curriculums ist. Mit PiBS reagiert die Schweiz auf den Fachkräftemangel in Technologien, Industrie und Naturwissenschaften.
Die FFHS bietet seit der Lancierung 2015 ein praxisintegriertes Bachelorstudium Informatik an. «Das PiBS setzt dort an, wo die Wirtschaft Bedarf hat und ermöglicht eine zielgerichtete Fachkräfteentwicklung, angepasst an ihre Bedürfnisse. Aus diesem Grund waren von Anfang an Input und Mitwirken der Firmen zentral in der Entwicklung und Durchführung», sagt Anja Bouron, Leiterin Coporate Relations and Career Services an der FFHS.
Aktuell arbeitet die FFHS dazu mit über 30 Praxispartnern wie etwa der Swisscom, der Schweizerischen Post und Post Finance, dem BIT und vielen weiteren Grossunternehmen und KMU in der ganzen Schweiz zusammen.
Die FFHS, ihre Praxispartner und Studierenden freuen sich über die dauerhafte Einführung von PiBS und die entsprechende Verankerung im Hochschulförderungs- und koordiantionsgesetz (HFKG).