09.02.2026

Warum Informatik studieren in Zeiten von KI

Generative künstliche Intelligenz verändert den Arbeitsmarkt rasant – auch die Informatik. KI-Tools schreiben Code, automatisieren Prozesse und stellen klassische Berufsprofile infrage. Warum ein Informatikstudium nach wie vor eine gute Investition in die Zukunft ist – trotz oder gerade wegen KI.

1. Informatik ist das Rückgrat aller modernen Berufe

Auch wenn Grosskonzerne wie Google oder Meta mit Stellenabbau Schlagzeilen machten, wächst der Bedarf an IT-Fachkräften in vielen anderen Branchen weiter. Digitale Technologien durchdringen nahezu alle Lebensbereiche – von Health und MedTech über Bildung und Industrie bis hin zu Finanzwesen und Mobilität. Gerade KI vergrössert diese Spielfelder zusätzlich. Entsprechend gefragt sind Informatikerinnen und Informatiker, die digitale Lösungen nicht nur entwickeln, sondern auch sinnvoll in bestehende Systeme integrieren.

 

2. KI und Automatisierung verändern Berufe – aber schaffen auch neue Rollen

Künstliche Intelligenz übernimmt zunehmend repetitive Aufgaben, automatisiert Workflows und unterstützt bei der Code-Erstellung. Dadurch verändern sich klassische IT-Rollen – und neue Berufsbilder entstehen. Gefragt sind Fachkräfte, die KI verstehen, gestalten und verantwortungsvoll einsetzen können: etwa AI- und Machine-Learning-Engineers, Data Scientists, Prompt Engineers oder Fachpersonen für KI-Ethik. Informatikabsolventinnen und -absolventen nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein.

Gleichzeitig zeigt sich: KI ist ein mächtiges Werkzeug, ersetzt aber nicht das Verständnis für Software-Architektur, Systemdesign und nachhaltige Entwicklung. Gerade beim Bau grosser Softwaresysteme ist Erfahrung entscheidend: Wo braucht es welche Abstraktion? Wie bleiben Systeme erweiterbar? Wie verhindert man technische Schulden? Diese Kompetenzen lassen sich nur begrenzt automatisieren.

 

3. Informatik ist ein Skill-Multiplikator

Ein Informatikstudium vermittelt weit mehr als Programmierkenntnisse. Studierende lernen, komplexe Probleme zu strukturieren, Systeme zu analysieren und logisch zu denken – Kompetenzen, die im Berufsleben zentral sind.

Informatik fördert interdisziplinäres Arbeiten, Kreativität und ein tiefes Verständnis digitaler Zusammenhänge. Fundierte Kenntnisse in Algorithmen, Datenstrukturen, Betriebssystemen, Netzwerken, Datenbanken, Software Engineering und Mathematik bilden dabei eine zeitlose Grundlage. Gerade in Zeiten von KI wird dieses Fundament noch wichtiger: Wer versteht, wie Software entsteht und wie gute Architektur aussieht, kann KI gezielt als Beschleuniger einsetzen, statt sich von ihr abhängig zu machen. Informatik ist heute eine universelle Basiskompetenz im 21. Jahrhundert – vergleichbar mit Englisch oder Mathematik.

 

4. Die IT-Branche bietet immer noch hohe Löhne und Aufstiegsmöglichkeiten

Die Informatik zählt weiterhin zu den Branchen mit den attraktivsten Löhnen in der Schweiz. Gemäss der Lohnstudie 2025 von FH Schweiz verdienen Absolventinnen und Absolventen mit einem FH-Bachelor in Informatik zwischen 100'000 und 135'109 Franken jährlich.

Ein Informatik-Bachelor ist damit ein solider Einstieg in eine langfristige Karriere. Viele Führungs- und Fachrollen im digitalen Umfeld setzen technisches Grundverständnis voraus – und bieten entsprechend gute Aufstiegsmöglichkeiten.

 

5. Remote und berufsbegleitend studieren

Die Fernfachhochschule Schweiz ermöglicht ein berufsbegleitendes Informatikstudium mit hohem Online-Anteil. Studierende können parallel arbeiten, Praxiserfahrung sammeln und finanziell unabhängig bleiben – grösstenteils ortsunabhängig und zeitlich flexibel.

Dieses Studienmodell passt ideal zu einer Branche, die international vernetzt, digital geprägt und remote-freundlich ist.

 

6. KI unterstützt, aber der Mensch führt

Die Fernfachhochschule Schweiz integriert KI ganzheitlich in ihren Unterricht. Studierende werden nicht KI-abhängig, sondern KI-kompetent gemacht. Sie lernen im Informatikstudium an der FFHS, wie Software entsteht, wo abstrahiert wird und wie man KI gezielt in Entwicklungsprozesse integriert. Das Ziel der FFHS ist es, die Studierenden zu kompetenten KI-führenden Entwicklern auszubilden. KI unterstützt, aber Leader dieser Zusammenarbeit ist und bleibt der Mensch.