10.11.2021

«Ich war beeindruckt von der Vielfalt der Ernährungsforschung»

Im Rahmen des Mobilitätsprogrammes haben Mitarbeitende der FFHS die Möglichkeit, einen Aufenthalt an einer anderen Hochschule im Ausland durchzuführen um Best Practices kennenzulernen, sich mit Peers auszutauschen oder zu lehren. Dr. Giulia Pestoni hat diese Chance ergriffen und reiste in die Niederlande.

Giulia Pestoni, was beinhaltete Ihr Aufenthalt an der University of Wageningen?

An der Wageningen University and Research (WUR) habe ich einen Kurs über SPADE besucht, ein statistisches Instrument zur Modellierung des üblichen Lebensmittelkonsums anhand von Ernährungsdaten, die aus wiederholten Kurzzeitmessungen stammen. Ausserdem hatten ich erschiedene produktive Meetings mit Ernährungsforschenden, um die Zusammenarbeit zwischen unserer und ihrer Forschungsgruppen zu fördern und mögliche zukünftige Projekte zu besprechen.

Wie wurden Sie aufgenommen?

Sehr gut. Die Forschungsgruppe in Wageningen hat  ein spannendes Programm zusammengestellt und Social Lunches und Dinners organisiert, die den Austausch bereichert haben.

Inwiefern profitierten Sie von Ihrem Aufenthalt in Bezug auf Ihre Forschungstätigkeit?

Ich bin derzeit an mehreren Projekten beteiligt, bei denen Daten aus der Schweizerischen Nationalen Ernährungserhebung verwendet werden. Diese Daten beruhen auf wiederholten Kurzzeitmessungen, weshalb das Erlernen des statistischen Tools SPADE für aktuelle und zukünftige Projekte von grosser Bedeutung war. Zudem hoffe ich, dass wir im Zukunft spannende Projekte in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe in Wageningen realisieren können.

Was bleibt Ihnen am meisten in Erinnerung von den Niederlanden?

Ich war beeindruckt von der Grösse der Forschungsgruppe und der Vielfalt der Ernährungsforschung an der Universität Wageningen. Und dass dort ein 40 Meter hoher Hügel «Berg» genannt wird (lacht).

Wem würden Sie einen Aufenthalt im Rahmen des Mobilitätsprogrammes weiterempfehlen?

Ich denke, jeder kann vom Austausch mit Kollegen und Kolleginnen aus anderen Institutionen profitieren! Sei es, um Kurse zu besuchen, Vorlesungen zu geben, Besprechungen durchzuführen oder an gemeinsamen Projekten zu arbeiten.